Und über uns der blaue endlose Himmel


Digitale Publikation: Die Deportation in die Baragan-Steppe Rumäniens 1951 - von W. Weber

65 Jahre seit der Deportation in die Baragan-Steppe

Die Baragan-Deportation war für sie viel schlimmer, erzählten die mittlerweile über 90 Jahre alten Billeder Geschwister Katharina und Maria Gilde, die damals schon eine 5-jährige Russlanddeportation hinter sich hatten. Denn als Zwangsarbeiterinnen in der Sowjetunion mussten sie nur um ihr eigenes Überleben kämpfen während sie im Baragan zusätzlich für ihre durch Schlaganfall pflegebedürftigen Großeltern zu sorgen hatten.
Unter den rund 40.000 Deportierten an den „Schwarzen Pfingsten“ 1951 befanden sich 504 Billeder Deutsche, 59 sind nicht mehr heimgekehrt.

Die Dokumentation über die Deportation in die Baragan-Steppe Rumäniens wurde von Wilhelm Weber aufwendig und akribisch bis in kleinste Details recherchiert. Zahlreiche Zeitdokumente, Karten, Tabellen und Fotos wiedergeben auf 399 Seiten sozusagen eine Anatomie dieser beispiellosen kommunistischen Säuberungsaktion im Rumänien der Jahre 1951-1956.
Briefe, Erlebnisberichte und selbst Ministerialbeschlüsse aus jener Zeit des Stalinismus erinnern auch an Werke von Franz Kafka, dem Albtraum-Erzähler aus dem vergangenen Jahrhundert.

„Und über uns der blaue endlose Himmel“ von Wilhelm Weber ist 1998 im Eigenverlag der Landsmannschaft der Banater Schwaben erschienen und war schnell vergriffen. Daher hat die Heimatgemeinschaft der Billeder mit dem Einverständnis des Herausgebers sowie des Autors beschlossen, diese erschütternde Dokumentation im Netz zugänglich zu machen.

In einer Widmung schreibt unser Landsmannn und Heimatforscher Wilhelm Weber: „Wir Betroffene der Baragan-Deportation müssen dafür sorgen, dass auch unsere Nachkommen über dieses uns zugefügte Leid und Unrecht Bescheid wissen“.

Beitrag von Werner Gilde und Hans Rothgerber



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